Depression

Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Fast jeder Fünfte entwickelt im Laufe seines Lebens einmal eine Depression.


Gekennzeichnet ist eine Depression durch

  1. Getrübte Stimmung und verminderten Antrieb – Betroffene sind nicht in der Lage, sich „zusammenzureißen“ und zu funktionieren.
  2. Häufig treten Schlafstörungen auf: Entweder Ein- und Durchschlafstörungen oder frühes Erwachen mit einem Gefühl der Unruhe.

Andere Symptome können sein:

  1. körperliche Beschwerden,
  2. Minderwertigkeits- und Schuldgefühle ohne wirklichen Anlass,
  3. Grübeln
  4. Innere Unruhe, ohne zu zielgerichteten Handlungen in der Lage zu sein.

Unterscheiden muss man zwischen Depression und depressiver Verstimmung:

Jeder hat mal eine Phase der Antriebslosigkeit und schlechter Stimmung. Wenn es einem noch gelingt, den normalen Alltag zu bewältigen und wenn diese Phase nicht länger als 14 Tage anhält, ist eher von einer depressiven Verstimmung auszugehen. Hier helfen zumeist Ruhe, Gespräche und Bewegung.

Nicht alles, was wie Depression aussieht und sich so anfühlt, ist auch eine Depression. Wichtig ist daher eine sorgfältige Abklärung beim Internisten/Endokrinologen und Neurologen. Denn z.B. auch eine Schilddrüsenstörung oder Vitamin-/Eisenmangel können ähnliche Symptome verursachen. Und die Ursache der Symptome kann auch im Gehirn zu finden sein.

Woher kommt die Depression?

Neben auslösenden Ereignissen (Krankheit, Trauer, Schmerzen) oder jahreszeitlichen Auslösern (Lichtmangel) kann chronische Überlastung eine Rolle spielen. Es gibt aber auch erbliche Faktoren. Und eine Depression kann auch „einfach so“ auftreten. Egal, welcher Auslöser dahinter steht: Das Belohnungssystem im Gehirn arbeitet nicht mehr richtig. Und da das Gehirn ein Organ mit seinem eigenen Stoffwechsel ist, kann es erforderlich sein, hier mit Medikamenten einzugreifen.

Depressionen müssen über einen zumeist über einen Zeitraum von mehreren Monaten behandelt werden. Das Gute daran: Einmal erkannt, sind sie gut behandelbar. Neben Psychotherapie und Medikamenten (Wichtig: Antidepressiva machen NICHT abhängig!) spielt Bewegung eine große Rolle. Die Depression erfordert neben guten Ärzten und Therapeuten in erster Linie Geduld.

Nicht verschweigen sollte man, dass Depressionen manchmal nicht erkannt werden oder dass die Betroffenen aus Scham keine Hilfe suchen. Dann werden die negativen Gedanken lange „gelernt“ und müssen mühsam wieder verlernt werden. Es ist also günstig, dem Arzt möglichst schnell von psychischen Symptomen zu berichten. Ganz besonders, wenn Sie bemerken, dass sie nicht mehr leben möchten. Suizid ist leider bisweilen die Folge einer nicht behandelten Depression. Angesichts der guten Behandlungsmöglichkeiten ist das besonders traurig, denn die Menschen handeln hier nicht aus „freiem Willen“, sondern als Opfer ihrer Erkrankung.


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